|
Inhalt der Seite:
ADHS
- Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-/HyperaktivitätsSyndrom
Haben Sie in Ihrer Kindergruppe ein verhaltensauffälliges Kind,
wie etwa einen so genannten "Zappelphilipp"? Es könnte,
muss es nicht (z. B. Gruppenkaspar), sich um ein Kind mit ADHS (z. B.
hyperaktiv, unaufmerksam, impulsives bis aggressives Verhalten) handeln.
Solche Kinder sind aber auch sehr einfallsreich, charmant, hilfsbereit,
oft auch überdurchschnittlich intelligent, um nur ein paar positive
Eigenschaften zu nennen. Sie können so richtige Wonneproppen sein
und urplötzlich handeln sie aggressiv. Diese Erfahrung habe ich
selbst gemacht. Wie gehen Sie damit um? Das Wichtigste: Sprechen Sie
mit den Eltern und halten Sie regelmäßigen Kontakt.
Ein ADHS-Kind ist bei uns gut aufgehoben, wenn Sie die negativen
Eigenschaften nie in den Vordergrund stellen, das Kind in die Gruppe
integrieren, ihm eine verantwortungsvolle Aufgabe übergeben und
vor allem klare für das Kind verständliche Regeln aufstellen,
immer konsequent die Grenzen aufzeigen (bis hierher und nicht weiter!),
bei Fehlverhalten rasch reagieren (kein Bloßstellen vor der Gruppe!
Meistens genügt schon das bloße Auflegen der Hand auf der
Schulter des Kindes.), und loben Sie auch den kleinsten Erfolg. So gewinnen
Sie das Vertrauen des Kindes.Das Kind dankt es ihnen durch Anhänglichkeit.
Speziell das Sportschießen fördert die koordinativen
Fähigkeiten und verbessert die Konzentrationsausdauer. Koordinative
Fähigkeiten lernen Kinder am besten im Alter von acht bis zwölf
Jahren. Mit den PC-gesteuerten Infrarot-Zielwegsysteme mit Attrappen
und Laser-Sportgeräten in Verbindung mit koordinativen Spielen
können wir diese Chance nutzen. Auch ADHS-Kinder profitieren davon,
wenn Sie bei der Unterrichtung, wie gesagt, autoritär, aber dennoch
liebevoll mit ihnen umgehen und dabei konsequent bleiben. Ein Laissez-faire-Stil
hilft diesem Kind nicht.__(est)

Ergebnissicherung
Sie bereiten Ihre Trainingsstunden für Ihre Kinder und Jugendlichen
gewissenhaft vor, überlegen wie Sie bestimmte Inhalte des Techniktrainings
am besten vermitteln und welche Hilfsmittel (Materialien) Sie dazu brauchen.
Sie erklären und demonstrieren die Inhalte Ihren Kindern und Jugendlichen
und lassen sie sie anschließend eigenständig umsetzen. Sie
erwarten ein bestimmtes Ergebnis (Umsetzung des Gehörten). Dabei
merken Sie bei der Beobachtung, dass sie die Inhalte nicht so umsetzen,
wie Sie das wollten und Sie gehen zu der einen oder zu dem anderen,
erklären leise um die anderen nicht zu stören, dasselbe noch
einmal. Sie beginnen also wieder von vorne. Mühsam ist das oder
wie empfinden Sie das? Das können Sie ändern.
Bei Ihrer Theorieerklärung sollten Sie Anschauungsmaterial
(Filme, PowerPoint-Präsentationen, Zeichnungen) verwenden.
Nach Ihren Erklärungen müssen Sie das, was Sie Ihren Kindern
und Jugendlichen vermittelt haben, sichern (Ergebnissicherung), um zu
erfahren, ob Sie richtig verstanden worden sind, bevor Sie die Inhalte
umsetzen lassen. Sie schließen also ein Feedback an. Dieses lässt
sich auf verschiedene Weise durchführen: gezielte Fragestellungen,
Frage-Antwort-Spiel (siehe unter Unterrichtsmethoden auf dieser Seite)
nacherzählen lassen oder je nach behandelnder Technik auch aufzeichnen
lassen, wie beispielsweise das Zielbild. Dabei können sie nicht
richtig Verstandenes noch einmal erklären.
Nach der Umsetzung schließen Sie wieder ein Feedback an. Fragen
Sie Ihre Kinder und Jugendlichen, wie sie damit zurechtgekommen sind.
So können Sie die Inhalte Ihres Trainings noch einmal absichern.
All das heißt aber immer noch nicht, dass Ihre Kinder und
Jugendlichen das auch bis zum nächsten Training (je nach Alter
umso weniger) behalten werden. Sie sollten bei den nächsten Trainingsstunden
die bereits vermittelnden Technikelemente wiederholen. Wird das ausreichen?
Leider nein.Vor allem Kinder vergessen schnell. Sie werden vieles in
Trainingsabständen immer wieder, möglichst auf eine andere
Weise, wiederholen müssen, um die Technikelemente immer mehr zu
festigen.__est

Schießspiele

Beim
Biathlon gilt es, die fünf Ziele in kürzester Zeit zu treffen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Schießstandablauf (siehe
Reihenfolge im Buch "Nachwuchsarbeit im Schießsport
Plus/Minus 10", Schießstandablauf von Thorsten Schierle,
Seite 152). Sobald die Kinder und jugendlichen Anfänger die Reihenfolge
des Schießstandablaufs schon einigermaßen beherrschen, kann
das Training durch einen spielerischen Mannschaftswettbewerb aufgelockert
werden.
Ziel:
Korrektes Üben des Schießstandablaufs trotz des Spielcharakters;
Fördern des sozialen Verhaltens innerhalb der Mannschaften.___
(est)
Hier
das
Spiel zum Downloaden als Pdf-Datei.

Schießspiele
werden vorwiegend in einer Trainingsstunde als spielerischen Ausklang
verwendet. Genauso gut lassen sich Schießspiele im Hauptteil einsetzen.
Es kommt darauf an, welches Ziel ein Jugendleiter/Trainer damit verfolgt.
Schießspiele
sind also weit mehr als nur ein Spiel. Im Spiel wird dem Nachwuchs die
körperliche Belastung weniger deutlich und so wird weit mehr geschossen,
als das eigentlich vorgesehen ist. Gleichzeitig geht durch den Spielcharakter
oft die Konzentration für das Wesentliche verloren. Deshalb ist
eine begrenzte Schusszahl günstiger, die auf das Alter abgestimmt
ist, und die nur wenig über dem derzeitigen Konzentrationsvermögen
der jungen Schützen liegt. So kann Kondition und Konzentrationsausdauer
gefördert werden. Zudem dienen Schießspiele im Hintergrund
je nach Aufbau des Schießspiels als psychologisches
Instrument, um strategisches, taktisches und logisches Denken des Einzelnen
sowie das soziale Verhalten innerhalb der Gruppe zu fördern. ___(est)
Gesamter
Text und Spielverlauf als Pdf-Download (2 Seiten).

Bei
diesem Schießspiel handelt es sich um ein wettkampfnahes Spiel,
das teilweise von den Regeln des Deutschen Schützenbundes abweicht.
Es dient der Abwechslung im Trainingsbetrieb sowie dem Finaltraining
und soll nebenbei den Anschlagsaufbau sowie das soziale Verhalten innerhalb
der Mannschaften fördern.___(est)
Kompletter
Text und Spielverlauf als Pdf-Datei zum Downloaden (2 Seiten).
Unterrichtsmethoden
Es
sind einige Trainingsstunden vergangen. Ihre Kinder kennen die Sicherheitsregeln
und wissen, wie sie ihren Anschlag einnehmen, zielen, abziehen und nachhalten
(nachzielen) sollen. Sie haben die Begriffe exakt erklärt, wiederholt
und haben ein Feedback angeschlossen. Ein Diopter beispielsweise sollte
ihnen kein Fremdwort mehr sein. Sind Sie sicher, dass sich alle (vor
allem bei einer größeren Trainingsgruppe. Es gibt auch einige,
die nicht immer zuhören, sich bei Abfragen auch gar nicht melden.)
das gemerkt haben, was Sie ihnen in den letzten Wochen beigebracht haben?
Testen Sie Ihre Kinder und Jugendlichen.
Fertigen
Sie sich für jedes Gruppenmitglied drei Kärtchen mit Fragen
und drei andersfarbige Kärtchen mit den Antworten auf die Fragen
an. Nummerieren Sie die Fragenkarten und geben Sie die gleiche Nummer
der dazu passenden Antwortkarte. Die beiden Stapel mischen Sie. Dann
wählen die Kinder jeweils drei Kärtchen, so dass jedes drei
Fragen und drei Antworten hat. Den Kindern geben Sie jetzt Zeit, damit
sie sich die Fragen und Antworten in Ruhe durchlesen können. Dabei
darf nicht gesprochen werden.
Ein
Kind beginnt und liest eine Frage vor und sagt: "Wer kann mir die
richtige Antwort geben?" Das Kind, das glaubt, die richtige Antwort
zu haben, meldet sich mit: "Ich habe die richtige Antwort. Ich
lese sie euch vor. ...". Ist es die richtige Antwort, darf dieses
Kind die nächste Frage stellen. Ist es nicht die richtige Antwort,
dann sagen Sie: "Das war leider falsch." Nun ist das Kind,
das die Frage gestellt hat, wieder an der Reihe und sagt: "Ich
helfe. Auf der Antwortkarte muss die Nummer .. stehen. Wer kann mir
nun die richtige Antwort geben?" Das setzt sich dann fort, bis
alle Fragen gestellt und alle beantwortet wurden.
Sie
haben nun erfahren, ob Ihre Kinder alles wissen bzw. wo noch Lücken
sind oder ob ein Kind besonders davon betroffen ist und können
entsprechend handeln. Konnten beinahe alle Antworten gleich gefunden
werden, loben Sie Ihre Kinder. Konnten viele Antworten nicht gleich
richtig gefunden werden, wiederholen Sie das Spiel sofort.
Bei
einer der nächsten Trainingsstunden können Sie ein paar Fragen
entfernen, die den Kindern keine Schwierigkeiten machten und können
ein paar neue hinzunehmen. In der Zwischenzeit lassen Sie ins Training
immer wieder Erklärungen zu den einzelnen Begriffen einfließen.___est
Sie können
sich das Frage-Antwort-Spiel auch als Pdf-Datei
herunterladen.
|