Nachwuchsarbeit-Schießsport

Training mit der Pistole

Auf dieser Seite werden Sie immer mal wieder Neues entdecken können. Sie können hier auch mithelfen. Wenn Sie das wollen, melden Sie sich per E-Mail.

-> zurück zu Trainingseinheiten


Die Bücher "Nachwuchsarbeit im Schießsport"
sowie "Sportliches Pistolenschießen"
dienen als Grundlagen.


 

Inhalt der Seite:


Griffumfassen bzw. Griffhaltung

Erarbeiten des Muskelgefühls für die Griffhaltung mit progressiver Muskelentspannung
Nimm die Pistole mit der linken Hand auf und setze sie fest in die rechte Handgabelung ein, umfasse den Griff, drücke mit aller Kraft gegen den Griff (Fingerspitzen, erstes Daumenglied und Abzugsfinger bleiben davon unberührt), spüre und fühle den Kraftaufwand in der Hand und entspanne so langsam wie möglich wieder.
Wiederhole diese Übung 5-mal.

Diese Übung gehört auch mit zur Trainings- und Wettkampf-Vorbereitung. Es geht dabei um das Bewusstmachen des Krafteinsatzes.
Setze die Waffe nochmals in die Handgabelung ein, umfasse sie sehr fest, aber gleichmäßig und führe sie mit fixiertem Hand- und Ellenbogengelenk in die Haltefläche. Korrigiere dabei die Visierung nicht. Du dürftest dabei Vollkorn haben. Nimm nun soviel Kraft weg bis du ein gestrichenes Korn hast. Speichere den verbliebenen Krafteinsatz.
Wiederhole auch diese Übung 5-mal.

Setze die Waffe wieder in die Handgabelung ein und umfasse sie jetzt aus dem Gedächtnis heraus mit der Kraft, die zum Führen und Halten notwendig ist. Führe die Waffe in die Haltefläche und überprüfe den Kraftaufwand. Ist das gestrichene Korn noch korrekt im Kimmenausschnitt?
Wiederhole diese Übung so lange, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist.
Probiere aus, was passiert, wenn du den Griff nicht richtig umfasst.

Mache folgende Übungen:
Umfasse den Griff und gehe mit der Waffe wieder in die Haltefläche, schaue auf die Visierung. Das Korn liegt korrekt im Kimmenausschnitt. Nun drücke einmal mit dem kleinen Finger ganz fest gegen den Griff oder mit den Fingerspitzen oder mit der Daumenspitze oder mit dem Handballen. Was passirt? Durch den einseitigen Druck gegen den Griff verändert sich die Kornstellung. Drückst du während der Schussauslösung derart gegen den Griff, wird der Schuss nicht mehr in der "Zehn" zu finden sein.
Merke dir: Die Haltekraft für das Griffumfassen muss vom Aufnehmen der Waffe bis nach Schussauslösung die Gleiche bleiben. Jede Veränderung führt zu schlechten Schüssen bzw. zu Schussbildverlagerungen. Deshalb solltest du den Krafteinsatz beim Griffumfassen immer wieder kontrollieren und speziell in dein Training zu Hause einbauen. (Quelle: Sportliches Pistolenschießen von Elfe Stauch, Seite 172).

Pfeil nach oben

 

Leistungssteigerung

Trotz regelmäßigen Trainings ist keine Leistungssteigerung in Sicht. Was tun?
Dann sollte man innehalten, sich eine Trainingspause gönnen.

Zu Beginn der sportlichen Tätigkeit steigen die Ergebnisse - je nach Trainingsaufwand - kontinuierlich. Im Zuge dieser ersten Leistungssteigerung wird die technische Ausrüstung verbessert und ein weiterer Leistungsschub erfolgt. Dann kommt eine Phase des Stillstandes, was völlig normal ist. Sich Ruhe gönnen, zurückblicken.

Wer ein Trainingstagebuch führt, sollte zurückblättern, schauen seit wann die Leistungssteigerung stagniert. Gab es irgendwelche Ereignisse, die eine Ergebnissteigerung verhinderten? Was war gut? Was war weniger gut? Was deutet daraufhin, dass dieser Stillstand eingetreten ist? Wurde an der Ausrüstung etwas geändert, was eventuell doch nicht so gut war? Sich für dieses Resumee Zeit lassen und vor allem zu sich ehrlich sein. Alles Geschehene auf sich wirken lassen und daraus die Schlüsse ziehen, die es wieder zulassen, neu zu beginnen.

Wer kein Trainingstagebuch führt, hat es etwas schwerer, denn manches, das jetzt wichtig wäre, ist verblaßt oder völlig in Vergessenheit geraten. So ein Buch zu führen, ist für viele lästig. Das kann ich verstehen. Wer vorwärts kommen will, sollte sich die Zeit dafür nehmen und Aufzeichnungen machen. Manche zeichnen sich ihre Ergebnisse auf und tragen diese fein säuberlich in ein Diagramm ein. Es ist etwas, doch Ergebnisse allein zeigen nur das Auf und Ab auf, nicht aber die Hintergründe, die dazu führen.

Abgesehen von persönlichen Umständen, wie Krankheit, schulische, familiäre oder berufliche Schwierigkeiten u. Ä. steht hinter einer Stagnation oder Negativentwicklung vermehrt der eigene Leistungsdruck.

Beispielsweise: "Heute muss ich doch über die 359 Ringe oder ... kommen." Die Probeschüsse: "Prima, sieht gut aus." Der Beginn der Serie auch noch. Plötzlich der Gedanke: "Das wird heute was!" oder vor dem ersten Wettkampfschuss geistern einem schon Gedanken durch den Kopf wie "Heute nur keine Acht!" Meist wird in diesen oder ähnlichen Gedanken (zu euphorisch bzw. negativ) der nächste Schuss begonnen und vergessen, sich gedanklich darauf vorzubereiten. "Autsch! Ne Acht! Das wird ja heute doch wieder nichts!"

Klar, Ringzahlen spuken im Kopf herum, doch vorrangig dürfen sie niemals sein und schon gar nicht während des Schießens. Sie können ein kurzfristiges bis langfristiges Ziel sein. Mehr nicht! Wichtiger ist, die Aufmerksamkeit auf die Schießtechnik zu lenken und sich eine positive Grundeinstellung anzueignen.

Von vielen Schützen wird beispielsweise der Bewegungsablauf vom Hochführen des Schießarmes bis nach Schussauslösung mit dem Nachzielen als eine Einheit gesehen und auch so trainiert. Der Bewegungsablauf besteht jedoch aus vielen einzelnen äußerst sensiblen Phasen, die getrennt trainiert und speziell koordiniert werden müssen, bis daraus ein harmonisch in sich stimmiger Bewegungsablauf wird, der es möglich macht, nur die Druckrezeptoren auf der Haut der Abzugsfingerstelle so einzusetzen, dass sich weder in der Hand noch sonst wo im Körper ein Muskel zum Zeitpunkt der Schussauslösung bewegt und dass sich dieser Zustand von Schuss zu Schuss annähernd gleich wiederholen lässt.

Der äußere mit dem inneren Anschlag und der Bewegungsablauf mit seinen einzelnen Elementen (Atmung, Führen der Pistole, Zielen, Abziehen) in den Phasen (Vorbereitungs-, Auftakt-, Arbeits-, Auslöse- und Nachzielphase) sind getrennt trocken/scharf zu trainieren und dann immer mehr miteinander zu verbinden.

Dabei sollte man sich im Training nur auf zwei Dinge konzentrieren und diese trocken und scharf trainieren, z. B. das Hochführen und Absenken der Waffe in Verbindung mit der Atmung oder auf das Anlegen des Abzugsfingers auf der Abzugszunge, auf die Druckpunktübernahme, auf das Druckpunktverstärken und auf die Überwindung des Restgewichts (Schussauslösung). Bevor das Abziehen zu einem unbewussten Vorgang wird, muss es bewusst geübt werden.

Mit dem Leitsatz von John Syer/Christopher Connolly, aus "Psychotraining für Sportler" Hamburg 1984

"Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst."

wünsche ich allen viel Spaß und Erfolg beim Training. ___est

Pfeil nach oben


Pistolengriffe

In den Büchern "Nachwuchsarbeit im Schießsport" und "Sportliches Pistolenschießen - Luft- und Sportpistole" wurden die Griffprobleme angesprochen. Im Letzteren finden sich auch umfangreiche Tipps zum Anpassen eines Griffes.

Die Hände von Kindern und Jugendlichen verändern sich im Wachstum stetig. Auch bei Gewichtszu- und -abnahme können sich Veränderungen ergeben, die eine Anpassung des Griffes nach sich ziehen können. Manche Schützen basteln selbst daran herum und beachten die Regeln der Sportordnung nicht. Deshalb sollte jeder Bastler, bevor er sich an die Veränderung seines Pistolengriffes macht, unbedingt die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes lesen. Eine gute Erläuterung zu diesen Regeln habe ich auf der Webseite des Formgriffherstellers Thomas Rink unter www.formgriffe.de gefunden. Wer sich selbst nicht an eine Anpassung herantraut, kann sich dort oder unter www.nill-griffe.com einen auf seine Hand angepassten Griff herstellen lassen.

Bei vereinseigenen Pistolen lässt sich eine Anpassung für die Benutzer nicht umsetzen. Wenn ein Verein für seine Mitglieder, vor allem für seine Kinder und Jugendlichen, die noch keine eigene Waffe haben, etwas tun möchte, sollte er sich z.B. zu einer Luftpistole zwei drei unterschiedlich große Griffe dazu kaufen. Es macht zwar etwas Mühe, jedes Mal den Griff ab- und anzuschrauben, aber das ist immer noch besser, als Kinder und Jugendliche mit einem Griff schießen zu lassen, der es ihnen nicht erlaubt, den Abzugsfinger richtig anzulegen. ___est

Pfeil nach oben


Visierbild

In den ersten Trainingseinheiten wird Kindern und jugendlichen Anfängern anhand von Vorlagen das Visierbild (Scheibe, Kimme und Korn, Abstand von Kimme/Korn zum Spiegel ...) erklärt. Das ist selbstverständlich. Ebenso auch, dass während des folgenden Trainings immer wieder auf die Kornstellung in der Kimme hingewiesen wird, und dass das Auge während des Abziehens und Nachhaltens (Nachzielens) auf dem Korn bleiben muss.

Wie sehen Kinder und Jugendliche ihr Visierbild wirklich? Geben Sie den schon etwas fortgeschrittenen Kindern und Jugendlichen zu Beginn einer Trainingsstunde eine Pistolenscheibe und lassen Sie ihnen die Visierung (Kimme und Korn) so darauf zeichnen, wie sie sie beim Zielen auf die Scheibe vorm Abziehen sehen. Korrigieren Sie zunächst nichts und geben Sie auch keine Hilfestellung. Sie sind nur Beobachter/-in. Lassen Sie die Kinder und Jugendlichen im Anschluss fünf Schüsse abgeben. Dann sollen sie ihre Zeichnung überprüfen und falls nötig ändern.

Haben Ihre Schützlinge alles richtig gemacht? Pfeil nach oben


Wettkampfnahes Training:

Quersumme 2 (nur für fortgeschrittene Schützen)

Ein wettkampfnahes Training setzt vom Schützen eine gute Fitness, einen stabilen äußeren Anschlag, eine gute Haltekraft, sowie die Fähigkeit, den Bewegungsablauf exakt mit der Atmung in Einklang zu bringen, voraus. Dass Letzteres trotz besseren Wissens und Könnens nicht immer gelingt, liegt vielfach an der mehr oder weniger fehlenden Konzentrationsausdauer.

Selbst, wenn diese Konzentrationsfähigkeit vorhanden ist, kann diese sehr leicht durch verändernde Bedingungen am Schießstand gestört werden. Auch, wenn man bereits gelernt hat, mit diesen Störungen fertig zu werden, spielen uns manchmal die eigenen aus dem Nichts auftauchenden Gedanken einen Streich. Jetzt muss sich ein Schütze gedanklich auf das Hier und Jetzt .....

Kompletten Text zum Herunterladen (Pdf-Datei, 1 Seite) ___estPfeil nach oben


Ruck-Zuck-fertig!

Dieses relativ kurze Schießspiel ist besonders geeignet zum Schluss von Trainingseinheiten bzw. vor Pausen, z. B. bei Tageslehrgängen. Es zeigt sich, wer weiterhin konzentriert bei der Sache bleibt oder schon in Gedanken bei der Pause ... ist. Nachher sollte über diese und weiteren möglichen Ablenkungen gesprochen werden.

Schießspiel zum Herunterladen (Pdf-Datei, 1 Seite)____estPfeil nach oben


Stufentraining für die Luftpistole

Stufentraining kennen viele und führen sie auch mit ihren Schützen durch. Diejenigen, die es vergessen haben oder es vielleicht doch nicht kennen, sollten sich die zwei Seiten herunterladen.___est

Pfeil nach oben

aktualisiert: 13.12.2011  
Home
Plus/Minus 10-Schießspiele
Autoren
Weitere Literaturempfehlungen
Tipps
Trainingseinheiten
Links